Montag, 14. September 2015

Digitalisierung trifft Landwirtschaft


JU Gebenbach besichtigt Familienbetrieb Rauch in Hahnbach

Unter der Leitung des Ortsvorsitzenden Dominik Obermeier (rechts) und Kreisrat Michael Mertel (6. von rechts) besuchte die JU Gebenbach den Familienbetrieb von Josef Rauch (zweiter von rechts) in Hahnbach und lies sich zeigen, wie moderne Landwirtschaft im Kuhstall funktioniert.

„Digitale Technologien bewirken und beschleunigen grundlegende Veränderungen unserer Gesellschaft. Sie bestimmen zunehmend Innovation, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sowie Lebensstil und Organisation der Menschen in Beruf und Freizeit.“ So ist es – zugegeben recht theoretisch – nachzulesen auf den Internetseiten des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Wie Digitalisierung aber tatsächlich unser Leben erleichtern kann, das hat sich die Junge Union (JU) Gebenbach hautnah zeigen lassen. Und zwar an einem Ort, an dem man vermutlich nicht zuerst danach gesucht hätte: Auf einem Bauernhof.

 

Der Betrieb der Familie Rauch hatte den CSU-Nachwuchs in ihren Stall nach Hahnbachgeladen. Und siehe da: Ohne modernste Technik geht hier nichts mehr. Vom Melkroboter über den Futterautomaten bis zum Abräumer für den Kuhmist hat sie hier Einzug gehalten. „Das schafft zum einen Arbeitserleichterung“, erklärt Josef Rauch, „aber auch die Tiere profitieren von der Technik.“ Zum Beispiel von der Beregnungsanlage für besonders heiße Tage. Im vergangenem Hitzesommer eine echte Wohltat. Die Digitalisierung steckt bei den verschiedenen Anlagen im Detail: So wird zum Beispiel beim Melken jede Kuh durch ihr Halsband automatisch erkannt. Abstand der Zitzen, die Maße der Kuh und noch viele weitere Daten sind hier gespeichert. Das Vereinfacht den Melkvorgang, verbessert aber auch die Aufzeichnung und spätere Analyse des Melkvorgangs. Danach geht es für die Tiere weiter in den automatischen „Wellnessbereich“, wo Massagebürsten auf sie warten.

 

Die JUler um ihren Ortsvorsitzenden Dominik Obermeier sind fasziniert: „Die Industrialisierung und Digitalisierung hat auch vor der Landwirtschaft nicht Halt gemacht.Dadurch entstehen natürlich Wettbewerbsvorteile gerade was den Export unserer bayerischen Landwirtschaft betrifft.“ Auch Kreisrat Michael Mertel zeigte sich begeistert: „Früher war Landwirtschaft reine Handarbeit. Landwirte wie Josef Rauch, die aufgeschlossen sind und moderne Technik in die Arbeitsabläufe einfließen lassen, legen den Grundstein für die Digitalisierung der Landwirtschaft. Davon profitieren die Landwirte, die Tiere und letztendlich auch die Verbraucher.“ Und dass es bei Familie Rauch so weitergeht, dafür werden die beiden Söhne sorgen. Sie sind gelernte Landwirte, top motiviert und wollen den Betrieb später einmal übernehmen.


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