Sonntag, 02. August 2015

JU Illschwang besichtigt Windkraftanlagen


Am vergangenen Sonntag besichtigten Mitglieder der Jungen Union Illschwang-Birgland und des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach den Windpark Illschwang.

Von rechts nach links: Ortsvorsitzender Sebastian Söhnlein (1), Gemeinderat Henner Wasmuth (4), Herr Fürst von der JuraEnergy und Links außen JU Kreisvorsitzender Michael Mertl.

Organisiert hatte die Veranstaltung unter anderem Jochen Schötz aus Illschwang, er ist der Meinung, dass in der Bevölkerung immer noch viel über die Errichtung und den Betrieb solcher Anlagen diskutiert wird, und es sinnvoll sei den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben sich zu informieren. Die Umsetzung der 10-H. Richtlinie hält das Thema aktuell.

 

Über die technischen Details der Anlagen und den Kennzahlen des Windparks informierte Herr Fürst von der JuraEnergy.

Der Windpark Illschwang besteht aus 5 Anlagen des Typs Nordex117. Der errechnete Ertrag des Windparks liegt bei 36 Millionen kWh pro Jahr. Diese Leistung so Fürst sei für 10.000 Mehrpersonenhaushalte ausreichend.

Die Anlagen können zwischen Windgeschwindigkeiten von 3-20 Metern die Sekunde Strom produzieren. Die Rotoren haben den beeindruckenden Durchmesser von 116,8 Metern. Vergleichbar ist diese Fläche mit der Größe von 2,5 Fußballfeldern. Die kleinste Anlage im Windpark hat eine Höhe von 120 Metern. Die anderen 4 Türme sind jeweils circa 20 Meter höher. Die Teilnehmer zeigten sich von den Dimensionen der besichtigten Anlage 3 sichtlich beeindruckt
Der gewonnene Strom wird in Lauterhofen in das Netz der Bayernwerk AG eingespeist. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 25 Mio. Euro. An dem Windpark sind neben einigen größeren Aktionären auch die Gemeinde Illschwang und Bürger beteiligt.

 

Nach der Besichtigung, diskutierten die Teilnehmer das gehörte und gesehene und banden dies in eine rege Diskussion ein.
JU Kreisvorsitzender Michael Mertel verdeutlichte das dem Kreisverband das Thema Energiewende sehr am Herzen liegt und man sich schon längere Zeit damit beschäftige. Im letzten Jahr wurde eine inhaltliche Diskussionsveranstaltung zur Energiewende veranstaltet und eine Biogasanlage besichtigt.

Der Ortsvorsitzende Sebastian Söhnlein machte deutlich das ihm ein Windrad grundsätzlich lieber sei als eine Monsterstromtrasse quer durch Bayern. Es sein nicht in Ordnung wenn ländliche Regionen zwischen Autobahnen und Stromtrassen eingeengt werden. Mehr Regionale Stromerzeugung sei hierfür die Lösung.
Der stellvertretende JU Bezirksvorsitzende Henner Wasmuth aus Illschwang unterstrich Söhnleins Haltung. Bevor über einen Ausbau des Ostbayernrings oder gänzlich neue Trassen nachgedacht werden dürfe, sollte man die Energieproduktion vor Ort fördern. Der Windpark Illschwang liefert hierfür einen wichtigen Beitrag. Des Weiteren müssen die Speicherkapazitäten für Windstrom ausgebaut werden, auch Pumpspeicherkraftwerke dürfen hierbei kein Tabu sein.


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