Sonntag, 02. August 2015

Jungpolitiker blicken Berliner Abgeordneten über die Schulter


„Berlin ist immer eine Reise wert“

Bundestagsabgeordneter Alois Karl (CSU, Mitte, 1. Stufe) begrüßte die Junge Union Amberg-Sulzbach um JU-Kreisvorsitzenden Michael Mertel (vorne Mitte) im Rahmen einer politischen Informationsfahrt in der bayerischen Landesvertretung in Berlin.

Berlin/Amberg-Sulzbach. „Berlin ist immer eine Reise wert“ dachten sich 25 Mitglieder der Jungen Union und folgten einer Einladung des Bundestagsabgeordneten Alois Karl (CSU). Neben aktuellen Themen beschäftigten sich die Jungpolitiker auch mit der deutschen Geschichte.

Hautnah am politischen Geschehen waren die JUler während einer Plenarsitzung im Bundestag, in der es um den Bürokratieabbau ging. Im Anschluss diskutierte Alois Karl mit den Teilnehmern über bundes- und weltpolitische Themen wie die Griechenland-Krise, die finanzielle Entlastung der Kommunen durch den Bund in der Asylsituation sowie der Stärkung des Ehrenamts. Den Abbau von bürokratischen Hürden im ehrenamtlichen Engagement hatte sich die Landkreis-JU bereits seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben, nun konnten die Jungpolitiker direkt mit den Entscheidern über die gesetzlichen Rahmenbedingungen sprechen.

Eine Besichtigung der Reichstagskuppel inklusive herrlichem Blick über Berlin rundete den Bundestagsbesuch ab; nach einem Besuch beim Bundespresseamt, bei dem insbesondere die Pressarbeit und öffentliche Kommunikation der Bundesregierung im Vordergrund stand, bekamen die JUler ein wenig Heimatgefühl bei einer deftigen Stärkung in der bayerischen Landesvertretung.

Dass Berlin auch mit seiner bewegten Vergangenheit einen wichtigen Platz einnimmt, davon konnte sich der CSU-Nachwuchs bei einer Besichtigung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen überzeugen. Die Gedenkstätte ist wie kaum ein anderer Ort mit der 44jährigen Geschichte politischer Verfolgung in der politischen Besatzungszone und der DDR verknüpft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand im Keller des Gebäudes das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland, das 1951 vom Ministerium für Staatssicherheit übernommen und erweitert wurde. Die Anlage der Staatssicherheit zeigte auf erschreckende Art und Weise die Methoden und Machtfülle, die nur in totalitären Staaten möglich war.

Ein weiteres dunkles Kapitel deutscher Geschichte schlug der Besuch der Ausstellung „Topographie des Terrors“ auf. Das seit 1987 bestehende Projekt zur Dokumentation und Aufarbeitung des Terrors in der Zeit des Nationalsozialismus widmet sich insbesondere der Herrschaftszeit von 1933 bis 1945. Während sich die Außenausstellung am Ausstellungsgraben entlang der freigelegten Kellermauerresten mit der Propaganda des Dritten Reichs beschäftigt geht es im Gebäude um die zentralen Institutionen von SS und Gestapo sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen. Neben der Darstellung des Terrorsystems kommt der Berücksichtigung zahlreicher Opfergruppen des NS-Regimes eine große Bedeutung zu.

„Als jungpolitische Organisation sehen wir es gerade auch als unsere Aufgabe an, politische Bildungsfahrten für interessierte junge Leute anzubieten. Für unsere Mitglieder war es sehr lehrreich, Herrn Karl bei seinem Alltag als bundespolitischer Mandatsträger über die Schulter zu blicken und auf diese Weise die politischen Abläufe und Strukturen direkt in der Praxis kennenzulernen“, zog JU-Kreisvorsitzender Michael Mertel ein sehr positives Fazit von der gemeinsamen Fahrt.


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